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Ukraine stoppt Massentötung von Hunden

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Verfasst von Kathrin

Es war wie ein Deja Vu: Als die Ukraine bekannt gab, dass die Straßen bis zur Fußball Europameisterschaft 2012 von streunenden Hunden gesäubert werden sollen, wurden Erinnerungen an China als Gastgeberland der Olympischen Spiele 2008 wach. Katzencontent berichtete damals:

Verschiedenen Berichten zufolge (SueddeutscheSportnewsAbendzeitung) hat die chinesische Regierung ganz besondere Pläne, um sich bei denOlympischen Spielen im August besonders sauber und aufgeräumt zu präsentieren: Bis zum Start der Spielesollen alle streunenden Hunde und Katzen die Hauptstadt Peking beseitigt werden, wie der Direktor des Pekinger Landwirtschaftbüros bekannt gab.

Das bedeutet, dass noch bis zur Entzündung des olympischen Feuers in Peking am 8. August 2008 ca. 200.000 Katzen und 10.000 Hunde sterben werden. Sie werden eingefangen und entweder gleich auf grausame Weise erschlagen, ertränkt oder lebendig verbrannt oder in ein Tierheim eingeliefert, in dem sie ohne Futter und Wasser in Käfigen von der Größe einer Mikrowelle langsam und qualvoll sterben. (Link zum Artikel)

Die Hundehilfe Ukraine berichte von den schlimmen Bedingungen vor Ort. Schätzungsweise 200.000 Straßenhunde gibt es in der Ukraine. 15.000 von ihnen leben alleine in den großen Städten wie Kiew oder Lwiw. Die Koexistenz zwischen Mensch und Hund war bisher friedlich. Doch zur Fußball EM 2012 will sich das Land tadellos präsentieren und jedes Risiko ausschließen.

RTL berichtet:

Die Jäger sind mit fahrbaren Verbrennungsöfen unterwegs, die als „umweltfreundliche Maßnahme“ angeschafft worden sind. Zunächst werden die Tiere betäubt, dann aufgeladen und bei lebendigem Leibe ins Feuer geworfen. Besonders zynisch: Die Firma, die die fahrbaren Öfen herstellt, wirbt dafür auf ihrer Internetseite und hat Bestellungen aus dem ganzen Land. Gerüchten zufolge erhalten die Bürgermeister der EM-Städte 25 Euro Kopfgeld pro totem Hund von der Regierung. Die Kommunen wollen sich dazu nicht äußern. Tierschützer und Nationalspieler sind empört: „Unfassbar, was dort passiert. Das muss jeden Hundebesitzer auf die Barrikaden treiben“, sagte Lukas Podolski. (Quelle rtl.de)

Inzwischen soll die Ukraine Pressemeldungen zufolge eingelenkt haben. Kiewer Medien berichteten am Donnerstag, das Umweltministerium der Ex-Sowjetrepublik habe alle Kommunen des Landes aufgefordert, das Vergiften der Streuner einzustellen. Stattdessen sollen un Tierheime eingerichtet werden (Quelle: diepresse.com).

Vielleicht setzt sich für zukünftige Großveranstaltungen der Weg durch, der in London in der Vorbereitung für Olympia 2012 gegangen wurde. Hier konnten von Helfern des Celia Hammond Animal Trust alle auf dem Gelände gesichteten 186 streundenen Katzen eingefangen und in gute Hände vermittelt werden (Link zum Artikel).

Das Titelbild wurde auf Flickr unter Creative Commons Lizenz veröffentlicht: NamensnennungKeine kommerzielle NutzungKeine Bearbeitung Bestimmte Rechte vorbehalten von pt (Stand 19.11.2011).

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Kathrin

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