Wie wichtig es ist, sich gerade beim Kauf einer seltenen Rassekatze vorher über den Züchter beziheungsweise Verkäufer zu informieren zeigt der Fall eines 66jährigen Mannes aus Biberach. Auf der Suche nach einer Bengal-Katze war der Mann im Internet auf einen 35jährigen Anbieter aus Kamerun gestoßen, der ihm ein solches Tier besorgen wollte. Zunächst sollte über eine internationale Bank eine Anzahlung von 150 Euro geleistet werden. Der Rest des Kaufpreises wäre beim Erhalt des Tieres fällig . Doch anstelle des Vierbeiners kam ein E-Mail, dass die zwischenzeitlich in Belfast befindliche Katze nur weitertransportiert werden könne, wenn die fällige Versicherungsprämie von 455 Euro bezahlt werde. So viel wollte der Liebhaber dann doch nicht ausgeben, verzichtete auf den neuen Hausgenossen und ging zur Polizei. Die Ermittlungen werden sich allerdings schwierig gestalten. Seine Anzahlung wird der Katzenliebhaber sicherlich nicht zurück bekommen.
Offensichtlich handelt es sich hierbei nicht um einen Einzelfall, denn in vielen Foren warnen Einträge vor angeblichen Kitten-Verkäufern aus Kamerun. Hier eine Beschreibung der “Masche”:
Ich habe nämlich am WE auf einem sehr bekannten deutschen INTERNET-Kleinanzeigenmarkt gefunden: “Reinrassige Heilige Birma Kitten zu 150 EUR zu verkaufen”. Ich war ein bißchen skeptisch, dass der Preis bestimmt nur ein Tippfehler war und schrieb neugierg an den Absender. Hier die Kurzform der gesamten Korrespondenz: ich bekam eine schlechte englische Antwort, dass das Tier mir aus Cameroon zugeschickt würde. Angeblich gesund, mit Papieren und reinrassig. Für den begleiteteten Flug soll ich 100,00 EUR im Voraus zahlen und dann nach Erhalt des gesunden Tieren weitere 150,00 EUR zahlen. Die Fotos die ich zum Kitten erhielt wann schlecht aufgelöst und winzig klein. [...] Ich stehe immer noch mit dieser Person in Kontakt, die mir nun über eine angebliche Bestätigung der Air-Line (YAHOO-ABSENDER!) eine Auftragsbestätigung zugeschickt hat.
Sehr komisch, besonders da ich in meinen letzten e-mails ausdrücklich nach besseren Fotos, auch der Geschwister und Elterntiere gefragt habe. Nachdem ich mir über den Schwindel des ganzen äußerst sicher war, fragte ich noch nach dem Farbschlag des Kittens, da der auf dem kleinen Bild und natürlich auch jungen Tier für laien schlecht erkennbar ist. Dies konnte er/Sie (ein Name dieser Person wurde auch nicht genannt) natürlich auch nicht beantworten.
(Quelle: Zooplus)
Quelle: Suedkurier
Das Bild “Bengal Cat” wurde von Robert Shab auf Flickr unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellt.
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Das gleiche ist mir passiert mit einer Birma Katze.
Habe alle Emails aufgehoben.
Der Typ aus Kamerun nervt mich ständig und fragt, ob er die Katze nun versenden soll. Schon allein “versenden” finde ich für Lebewesen der Hammer.
Ich soll auch 100 Euro vorab überweisen und 130 Euro, wenn das Tier mit dem Boten an der Haustür ankommt. Jaja….man steckt auch einfach eine Katze in den Flieger und schickt sie nach Deutschland.
Dass die erst mal in Quarantäne kommt etc. interessiert die nicht.
Egal, ich bin auch am Überlegen, ob ich den Fall der Polizei übergebe.
Lieben Gruß
S. Preuße
Hallo,
Dabei werden geklaute Fotos und sogar geschützte Züchternamen verwendet!
Wenn ihr auf solch einen Schwindel herein gefallen seid: Unbedingt anzeigen! Das ist Betrug in großem Stil, in dem schamlos die finanziell oft magere Seite der vielen Tierliebhaber ausgenutzt wird.
Ich habe auch auf solch eine Anzeige geantwortet – nur um mal zu sehen wer dahinter steckt.
Auf unserer Seite hab ich den Email verkehr aufgezeigt – das würde hier den Rahmen sprengen. (http://bengal-hauskatzen.de/achtung/achtung.html)
Am einfachsten ist es doch beim Kauf einer Bengalkatze auf den Preis zu achten. Wenn jemand eine solche Rassekatze, unter den gebotenen Standards, für 250 Euro anbietet, dann muß! doch etwas faul sein. Nimm nur die Kosten für die Kontrolluntersuchungen der Elterntiere auf HCM und Katzenaids. Oder die Ernährung, Entwurmungen, Impfungen, den Chip, die Pässe, … . Da kommst Du mit 250 Euro im Leben nicht hin.
Meine Empfehlung: Sucht Euch eure Tiere beim Züchter aus. Wenn euch irgend etwas nicht gefällt: Finger weg. Schließlich bekommt man das Tier nicht geschenkt, aber Du hast alle sichtbaren Risiken ausgeschlossen. Mal ganz abgesehen von der Beratung und dem Kontakt vor und nach dem Kauf mit dem Züchter. Nur wenige Züchter werden euch ein Tier überlassen ohne euch vorher gesehen und ausführlich mit Euch gesprochen zu haben!
Aus eigener Erfahrung: Das Geld ist nicht alles, und für ein gesundes, langlebiges Kätzchen lohnt es sich etwas tiefer in die Tasche zu greifen!
Liebe Grüße, Sylvio
Hallo Zusammen,
ich stehe mit den Betrügern seit Sonntag im Kontakt – weil mir auf Englisch glaubhaft rübergebracht wurde, das ein Pastor namens Random Diom in Kamerun seine Molly & Kitty in gute Hände abgeben möchte, da die Katzen das Klima nicht vertragen würden – und er bis vor zwei Wochen noch Pastor in Deutschland war sowie aus Texas (USA)ursprünglich kommt! Ich hab dem einfach geglaubt! Bis der “Pastor” meinte dass er heute noch die Katzen versenden würde…wie bitte dachte ich mir?! Wenn ich an Katzen hänge, will ich die beiden bestimmt nicht taggleich loswerden!
Jedenfalls würde ich gerne zur Polizei gehen – und dies anzeigen! Denk ihr das wäre hilfreich? Jedenfalls werde ich mich an die Botschaft Kameruns in Deutschland wenden, denn es kann nicht sein dass soviele Tierfreunde dafür bluten müssen!
Mag dies Tierliebe oder Naivität von mir sein, allerdings ist dies ein weltweiter Ring – der gesprengt werden muss bzw. dessen E-Mail Seiten z.B. mbingofarm@yahoo.com; colette.kitten@yahoo.de gesperrt werden müssen! Es muss auch ein Beamter den Arsch in der Hose haben, diese (auch deutschen) E-Mail Adressen zu sperren!
Lg Xenia