(Bengal)Katze im Sack gekauft

Veröffentlich am 11. Nov. 2008 von eli

Wie wichtig es ist, sich gerade beim Kauf einer seltenen Rassekatze vorher über den Züchter beziheungsweise Verkäufer zu informieren zeigt der Fall eines 66jährigen Mannes aus Biberach. Auf der Suche nach einer Bengal-Katze war der Mann im Internet auf einen 35jährigen Anbieter aus Kamerun gestoßen, der ihm ein solches Tier besorgen wollte. Zunächst sollte über eine internationale Bank eine Anzahlung von 150 Euro geleistet werden. Der Rest des Kaufpreises wäre beim Erhalt des Tieres fällig . Doch anstelle des Vierbeiners kam ein E-Mail, dass die zwischenzeitlich in Belfast befindliche Katze nur weitertransportiert werden könne, wenn die fällige Versicherungsprämie von 455 Euro bezahlt werde. So viel wollte der Liebhaber dann doch nicht ausgeben, verzichtete auf den neuen Hausgenossen und ging zur Polizei. Die Ermittlungen werden sich allerdings schwierig gestalten. Seine Anzahlung wird der Katzenliebhaber sicherlich nicht zurück bekommen.

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Bengalkatze

Offensichtlich handelt es sich hierbei nicht um einen Einzelfall, denn in vielen Foren warnen Einträge vor angeblichen Kitten-Verkäufern aus Kamerun. Hier eine Beschreibung der “Masche”:

Ich habe nämlich am WE auf einem sehr bekannten deutschen INTERNET-Kleinanzeigenmarkt gefunden: “Reinrassige Heilige Birma Kitten zu 150 EUR zu verkaufen”. Ich war ein bißchen skeptisch, dass der Preis bestimmt nur ein Tippfehler war und schrieb neugierg an den Absender. Hier die Kurzform der gesamten Korrespondenz: ich bekam eine schlechte englische Antwort, dass das Tier mir aus Cameroon zugeschickt würde. Angeblich gesund, mit Papieren und reinrassig. Für den begleiteteten Flug soll ich 100,00 EUR im Voraus zahlen und dann nach Erhalt des gesunden Tieren weitere 150,00 EUR zahlen. Die Fotos die ich zum Kitten erhielt wann schlecht aufgelöst und winzig klein. [...] Ich stehe immer noch mit dieser Person in Kontakt, die mir nun über eine angebliche Bestätigung der Air-Line (YAHOO-ABSENDER!) eine Auftragsbestätigung zugeschickt hat.

Sehr komisch, besonders da ich in meinen letzten e-mails ausdrücklich nach besseren Fotos, auch der Geschwister und Elterntiere gefragt habe. Nachdem ich mir über den Schwindel des ganzen äußerst sicher war, fragte ich noch nach dem Farbschlag des Kittens, da der auf dem kleinen Bild und natürlich auch jungen Tier für laien schlecht erkennbar ist.  Dies konnte er/Sie (ein Name dieser Person wurde auch nicht genannt) natürlich auch nicht beantworten.

(Quelle: Zooplus)

Quelle: Suedkurier

Das Bild “Bengal Cat” wurde von Robert Shab auf Flickr unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellt.

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