Diabetes bei Katzen: Tendenz steigend

On 13. Juni 2008, in Gesundheit, by Kathrin

Veterinäre der Klinik für Kleintiere der Tierärtzlichen Hochschule Hannover veröffentlichten kürzlich Ergebnisse einer Studie, denen zu folge Diabetes mellitus bei Katzen im Vergleich zu Kaninchen eine steigende Tendenz aufweist.

Über 11 Jahre hinweg – nämlich von 1996 bis 2006 – wurden alle Daten der an Diabetes mellitus erkrankten Patienten der Klinik insichtlich Gewicht, Alter, Rasse und Geschlecht analysiert. Während dieser Zeit litten 10 von 1.000 Katzen und 4 von 1.000 vorgestellten Hunden an Diabetes mellitus. Im Geschlechtervergleich der Katzen repräsentieren kastrierte Kater mit 1,52% die größte Gruppe.

Die Wissenschaftler folgern aus ihren Auswertungen, dass die Prävalenz des Diabetes mellitus bei der Katze im norddeutschen Patientenkollektiv zunimmt. Als Risikofaktoren Katzen werden angegeben:

  • zunehmendes Alter,
  • männliches Geschlecht
  • Gewicht

Quellen

Animal Health Online

J. Rieder, J. Seipel, K. Biermann, I. Nolte, Kaniner und feliner Diabetes mellitus – ein epidemiologischer Rückblick (1996–2006), Tierärztliche Praxis Kleintiere 2008 36 3: 169-175.

Print Friendly

Ähnliche Beiträge

  1. Nierentransplantation bei Katzen? Als ich einer der Jungen Tierärztinnen in unserer Tierklinik im...
  2. Katzen impfen Teil 2 – Impfstoffe Aufkleber im Impfpass, aber keine keine Ahnung, was sich dahinter...
  3. Katzen impfen Teil 1 – Impfschemata Auf die Frage, wie oft Impfungen bei Katzen aufgefrischt werden...
  4. Wo Katzen NICHT für Olympia sterben Während in China ca. 200.000 streunende Katzen und 10.000 streunende...
  5. Bachblüten für Katzen: Überblick Eine Übersicht über die 38 Bachblüten und die entsprechenden Anwendungsindikationen...

Tagged with:  

4 Responses to Diabetes bei Katzen: Tendenz steigend

  1. Ingrid Balzer sagt:

    Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es eine amerikanische Tierärztin (Dr. Elizabeth Hodgkins) gibt, die für Diabetes bei Katzen die gängige Ernährungspraxis verantwortlich macht und mit der Umstellung diabetischer Katzen auf ein proteinreiches und kohlenhydratarmes Futter und in schweren Fällen mit der Gabe von PZI-Insulin diese Katzen heilt. Das US-Patentamt hat ihr dafür ein Patent erteilt, das auf der Webseite des am. Patentamtes eingesehen werden kann.
    Buchhinweis:
    Elizabeth Hodgkins: “Your Cat – Simple New Secrets For a Longer, Stronger Life”. Erschienen bei Thomas Dunne, New York, 2007

    Frdl. Grüße!

    I. Balzer

  2. holgi sagt:

    Damit haben wir anscheinend das gleiche Problem mit teilweise den gleichen Lösungen bei Katzen und bei Menschen. Grundsätzlich müsste man jetzt untersuchen, welches Futtermittel die Katzen bekommen haben um daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

  3. Ricarda sagt:

    Wäre die einfachste Schlussfolgerung daraus nicht, dass man die Katzen naturnah ernährt, also ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend, anstatt die schönen bunten Dosen aus dem Supermarkt zu kaufen?

    Ich bin immer noch der Meinung, dass kein Futter ein Beutetier ersetzen kann.

  4. Simon sagt:

    Das Futter, das Hauskatzen heute bekommen, hat ja nicht mehr viel gemeinsam mit dem, was Wildkatzen über Jahrhunderte gefressen haben. Es ist nicht erstaunlich das die Tiere gesundheitliche Probleme bekommen (genauso wie Menschen). Die Tendenz ist sehr traurig, Katzen sind so tolle Tiere, sowohl Haus- als auch Wildkatzen!

    Man kann den Katzen aber viel helfen, wenn man sich intensiv über Diabetes bei Katzen informiert und z.B. das Futter darauf abstimmt. Eine Bekannte von mir hat auch eine diabetische Katze, das geht relativ gut, wenn man sich darauf einstellt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>