Gesundheit

Diabetes bei Katzen: Tendenz steigend

Veterinäre der Klinik für Kleintiere der Tierärtzlichen Hochschule Hannover veröffentlichten kürzlich Ergebnisse einer Studie, denen zu folge Diabetes mellitus bei Katzen im Vergleich zu Kaninchen eine steigende Tendenz aufweist.

Über 11 Jahre hinweg – nämlich von 1996 bis 2006 – wurden alle Daten der an Diabetes mellitus erkrankten Patienten der Klinik insichtlich Gewicht, Alter, Rasse und Geschlecht analysiert. Während dieser Zeit litten 10 von 1.000 Katzen und 4 von 1.000 vorgestellten Hunden an Diabetes mellitus. Im Geschlechtervergleich der Katzen repräsentieren kastrierte Kater mit 1,52% die größte Gruppe.

Die Wissenschaftler folgern aus ihren Auswertungen, dass die Prävalenz des Diabetes mellitus bei der Katze im norddeutschen Patientenkollektiv zunimmt. Als Risikofaktoren Katzen werden angegeben:

  • zunehmendes Alter,
  • männliches Geschlecht
  • Gewicht

Quellen

Animal Health Online

J. Rieder, J. Seipel, K. Biermann, I. Nolte, Kaniner und feliner Diabetes mellitus – ein epidemiologischer Rückblick (1996–2006), Tierärztliche Praxis Kleintiere 2008 36 3: 169-175.

Über den Autor

Kathrin

4 Kommentare

  • Ich möchte in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass es eine amerikanische Tierärztin (Dr. Elizabeth Hodgkins) gibt, die für Diabetes bei Katzen die gängige Ernährungspraxis verantwortlich macht und mit der Umstellung diabetischer Katzen auf ein proteinreiches und kohlenhydratarmes Futter und in schweren Fällen mit der Gabe von PZI-Insulin diese Katzen heilt. Das US-Patentamt hat ihr dafür ein Patent erteilt, das auf der Webseite des am. Patentamtes eingesehen werden kann.
    Buchhinweis:
    Elizabeth Hodgkins: „Your Cat – Simple New Secrets For a Longer, Stronger Life“. Erschienen bei Thomas Dunne, New York, 2007

    Frdl. Grüße!

    I. Balzer

  • Damit haben wir anscheinend das gleiche Problem mit teilweise den gleichen Lösungen bei Katzen und bei Menschen. Grundsätzlich müsste man jetzt untersuchen, welches Futtermittel die Katzen bekommen haben um daraus die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

  • Wäre die einfachste Schlussfolgerung daraus nicht, dass man die Katzen naturnah ernährt, also ihren natürlichen Bedürfnissen entsprechend, anstatt die schönen bunten Dosen aus dem Supermarkt zu kaufen?

    Ich bin immer noch der Meinung, dass kein Futter ein Beutetier ersetzen kann.

  • Das Futter, das Hauskatzen heute bekommen, hat ja nicht mehr viel gemeinsam mit dem, was Wildkatzen über Jahrhunderte gefressen haben. Es ist nicht erstaunlich das die Tiere gesundheitliche Probleme bekommen (genauso wie Menschen). Die Tendenz ist sehr traurig, Katzen sind so tolle Tiere, sowohl Haus- als auch Wildkatzen!

    Man kann den Katzen aber viel helfen, wenn man sich intensiv über Diabetes bei Katzen informiert und z.B. das Futter darauf abstimmt. Eine Bekannte von mir hat auch eine diabetische Katze, das geht relativ gut, wenn man sich darauf einstellt.

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