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Was kostet eine Katze?

Was kostet eine Katze? | Katzencontent
Verfasst von Kathrin

Als verantwortlicher Tierhalter sollte man sich vor der Anschaffung eines Haustieres gut über die Kosten informieren, die auf einen zukommen werden. Da die Frage danach auch in zahlreichen Internetforen immer wieder auftaucht, habe ich einmal Übschlagsweise eine Rechnung aufgestellt.

Die Anschaffung

Die Anschaffungskosten eine Katze sind natürlich hoch variabel: von 0 Euro beim Bauern um die Ecke über 60 – 150 Euro Schutzgebühr im Tierheim bis zu 500 Euro aufwärts für eine Rassekatze. Seltene Katzenrassen wie Bengalen oder Savannahs können sogar einige tausend Euro kosten, da die Zucht und besonders die Suche nach passenden Partnern für eine Verpaarung entsprechend aufwendig und die Nachfrage nach diesen exotischen Tieren sehr hoch ist.

Summe: Einmalig 0 – 1000 EUR (nach oben offen!)

Tierarztkosten bei der Anschaffung

Unter Umständen fallen bereits bei der Anschaffung Tierarztkosten für die Grundimmunisierung der Katze an, wenn man ein noch nicht geimpftes Kitten zu sich nimmt. Für die Grundimmunisierung Seuche-/Schnupfen und Leukose sollte man 110 Euro einplanen. Bei Freigängern kommen noch ca. 30 Euro für Tollwut hinzu.
Ist die Katze bzw. der Kater noch nicht kastriert, kommen noch Kosten von ca. 70 (für einen Kater) bis ca. 120 (für eine Katze) Euro auf einen zu.
Außerdem sollte das Tier unbedingt gechippt werden. Da kostet ~ 22 Euro. Einen Freigänger sollte man zusätzlich auch tatoowieren lassen (~ 20 EUR).

Summe: Einmalig ~ 200 bis 300 EUR

Anschaffung der Grundausstattung

Katzentoiletten gibt es in den unterschiedlichsten Ausführung und Preisklassen. Für 20 EUR bekommt man auf jeden Fall aber ein vernünftiges Modell mit entsprechender Streuschaufel.
Für einen Kratzbaum sollte man um 150 EUR einplanen. Sicherlich gibt es auch günstigere Modelle, die aber entweder sehr klein oder sehr wackelig sind. Nach oben hin sind den Kratzbaumpreisen keine Grenzen gesetzt. Einige Modelle kosten als Einzelanfertigungen über 1000 Euro – aber das setzte ich jetzt nicht als Standard an.
Ansonsten gehe ich von einem typischen „Katzenzubehör quer Beet“-Einkauf im Zooladen aus – Spielzeug, Kuschelbett usw. Alles in allem sollte man dafür noch einmal ~ 75 Euro ansetzen.

Summe: Einmalig ~ 250 EUR (nach oben offen)

Summe einmalig Kosten bei Anschaffung: 250 – 1550 EUR

Täglicher Verbrauch – Futter und Streu

Da es auch hier erhebliche Unterschiede geben kann, bin ich zunächst von der besten, teuersten Variante ausgegangen, von der man dann herunter rechnen kann. Die „Veröhnkatze“ wird mit Trocken- und Nassfutter ernährt. Dabei bezieht sie die halbe Tagesration in Form von Trockenfutter und den Rest als Nassfutter.
Als Trockenfutter wird Felidae (z.B. bei Sandras Tieroase oder Cats-Country) gefüttert. Die emp-fohlene Tagesdosis beträgt 60 g für eine Katze von fünf Kilogramm. Da unsere Katze nur die halbe Tagesration erhält, rechnen wir mit 30 g. Ein 7,5 kg Sack Felidae Cat kostet bei Sandras Tieroase 34,90 EUR. An einem Tag kostet die Trockenfutterration dann 14 Cent. Ein Preis von 10 – 15 Cent pro tag ist auch bei jeder anderen Premiumfuttermarke anzusetzen. Lediglich bei der Verwendung von Futter in „Supermakrtqualität“ kann man sparen, was aber unter Umständen zu Lasten der Gesundheit des Tieres geht.

Zusätzlich bekommt unsere Katze Dosenfutter. Ich füttere dabei verschiedene Premiummarken, die alle hochwertige Proteine enthalten. Denkbar wäre zum Beispiel eine Zufütterung von Almo Nature (Achtung: sollte nicht als Alleinfuttermittel verwendet werden!). Die Tagesration einer durchschnittlichen Katze beträgt ~ 140g, also kommt unsere Katze mit 70 g pro Tag aus. Eine 70g Dose Almo Nature kostet bei Zooplus 99 Cent (im Sechserpack). Auch dies ist wieder die „Edel-Variante“. Greift man statt zum teueren Almo Nature zum Beispiel zu Schmusy, kommt man mit 30 Cent pro Tag aus (190g-Dose bei Zooplus für 3,99 Euro im Sechserpack).
Bezüglich der Katzenstreu wird es jetzt schwieriger. Ich setze hier mal einen 7 kg Sack Extreme Classic pro Monat an. Das kostet (bei Zooplus) 8,49 EUR, also knapp 30 Cent pro Tag.

Summe: ~ 0,70 – 1,50 EUR pro Tag (entspricht ~ 46 EUR pro Monat)

Regelmäßige Tierarztkosten

Regelmäßige Impfungen sind Pflicht. Die Kosten hierfür sind stark davon abhängig, welchen Risikofaktoren die Katze ausgesetzt ist (Freigänger, Ausstellungstier usw.) und welchem Impfschema man folgt (jährliche Impfungen oder Auffrischungen nur alle drei Jahre). Dennoch sollte man mindestens 25 Euro pro Jahr für Impfungen ansetzen. Bei Freigängern kommen noch ca. 30 Euro für Tollwut hinzu.
Ebenso sollte man mindestens zweimal jährlich eine Wurmkur durchführen. Die Kosten hierfür betragen jeweils ca. 7 Euro. Bei Freigängern werden zusätzlich Mittel zur Prävention von Floh- und Zeckenbefall notwendig Die Kosten sind hier sehr variabel. Eine Dreierpackung Frontline Spot-On kostet ca. 15 Euro, während eine Behandlung mit Programm, dass sechs Monate lang wirkt, mit 35 – 50 Euro zu Buche schlägt.

Summe: ~ 40 – 170 EUR pro Jahr

Sonstiges

Als Katzenhalter sollte man eigentlich nie einen Zooladen betreten, da man garantiert immer etwas findet, was man seiner Plüschnase mitbringen könnte. Selbst wenn man sich nicht von jeem Spiezeug verführen läßt, muss man einen Betrag von ca. 20 Euro monatlich einplanen, die für Dinge wie Malzpaste, Leckerlis, Katzengras oder Kleinigkeiten ausgegeben werden.

Summe: ~ 20 EUR pro Monat

Summe regelmäßige Ausgaben: ~ 45 – 80 EUR pro Monat (entspricht 540 – 960 EUR pro Jahr)

Unvorhergesehenes

Hinzu kommen unvorhergesehene, einmalige Kosten. Das können kleiner Beträge für Untersuchungen bei Unpässlichkeiten sein (um 20 EUR) oder auch sehr große Beträge wie zum Beispiel bei einer Zahnsanierung (bis 300 EUR). Darüber hinaus drohen natürlich immer auch chronische Erkrankungen, die die Kosten für ein Tier dauerhaft in die Höhe schnellen lassen können. Eine Ernährung mit speziellem Diätfutter zum Beispiel bei Erkrankungen des Harntraktes oder der Nieren kann die Futterkosten schnell verdoppeln. Herzerkrankungen oder Diabetes können die langfristige Gabe von Medikamenten erforderlich machen. Darüber hinaus ist es möglich, dass selbst die Abklärung einer Erkrankung immense Geldsummen verschlingt. Bei neurologischen Erkrankungen kann sich das auf einige hundert bis tausend Euro belaufen. Bei der Anschaffung eiens Tieres sollte man unbedingt auch an solche Fälle denken!

Das Bild „Show me the money“ wurde von piez bei Flickr unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellt.

Über den Autor

Kathrin

4 Kommentare

  • Ich habe ein Impressum…leider hat offensichtlich das Update von WordPress 2.3.3 auf WordPress 2.5 einige Seitenzuordnungen zerstört. Ich vermute das liegt daran, dass die Seiten bisher über IDs zugewiesen wurden. Ich habe jetzt eine neue Impressumsseite angelegt. Interessanterweise waren die Inhalte im Adminstrator-Dashboard vollständig und korrekt, wurden aber hier nicht angezeigt.

    Jetzt sollte aber alles funktionieren.

  • Danke für den interessanten Bericht, ich habe 2 katzen und ja, das kommt etwa hin mit den Kosten. Die eine ist zwar öfters Krank, aber die andere wiederrum selten, somit gleicht sich das wieder aus -.-

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