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Katzen sterben für Olympia

Katzen sterben für Olympia | Katzencontent
Verfasst von Kathrin

Verschiedenen Berichten zufolge (Sueddeutsche, Sportnews, Abendzeitung) hat die chinesische Regierung ganz besondere Pläne, um sich bei den Olympischen Spielen im August besonders sauber und aufgeräumt zu präsentieren: Bis zum Start der Spiele sollen alle streunenden Hunde und Katzen die Hauptstadt Peking beseitigt werden, wie der Direktor des Pekinger Landwirtschaftbüros bekannt gab.

Das bedeutet, dass noch bis zur Entzündung des olympischen Feuers in Peking am 8. August 2008 ca. 200.000 Katzen und 10.000 Hunde sterben werden. Sie werden eingefangen und entweder gleich auf grausame Weise erschlagen, ertränkt oder lebendig verbrannt oder in ein Tierheim eingeliefert, in dem sie ohne Futter und Wasser in Käfigen von der Größe einer Mikrowelle langsam und qualvoll sterben. Wie Qin Xiaona von Pekings Tierwohlfahrtsverband (CAWA) berichtet, haben 90 Prozent der Tiere bereits nach wenigen Tagen schlimme Krankheiten, verhungern oder verdursten. Für eine möglichst effektive Säuberungsaktion wurden in Peking sogar 18 Spezialfahrzeuge angeschafft. Als Grund für die Säuberung wird die Sicherheit von Sportlern und Besuchern angegeben. Dabei sind die Tiere in der Regel extrem scheu und meiden den Menschen. Ein Kontakt ist kaum zu erwarten.

Selbstverständlich wird die Aktion von Deutschen Tierschutzbund heftig kritisiert. Aber auch Chinesen üben Kritik. „Misshandlung von Tieren widerspricht dem olympischen Geist. Wollen die Athleten denn wirklich an Spielen teilnehmen, die mit dem grausamen Tod tausender Tiere erkauft wurde?“, so die Meinung von Qin Xiaona.

Bereits 1980 fand zu den Olympischen Spielen in Moskau eine ähnliche Säuberungsaktion statt. Die Folgen waren unangenehm: es kam zur größten Rattenplage, die Moskau je erlebt hatte.

Einen sehr interessanten Bericht habe ich gerade bei dailymail.co.uk gefunden.

Eure Stimme gegen die Tötung von Tieren für Olympia

Auch wenn China weit weg ist, kann jeder vielleicht ein kleines Stück dazu beitragen, dass Töten von Katzen und Hunden anlässlich der Olympischen Spiele zu stoppen. Wie auch der Deutsche Tierschutzbund fordert, sollte das Olympische Komitee IOC seine Macht nutzen, und sich gegen die Aktion der Regierung in Peking stellen.

Wenn auch Ihr den IOC dazu auffordern möchtet, dies zu tun, dann unterschreibt bitte folgende Petition, die mit einer Kopie dieses Artikel an den IOC gesendet wird.

Oder schreibt direkt an den IOC, der netter Weise direkt ein Kontaktformular auf seiner Internetseite zur Verfügung stellt. Die weiteren Kontaktdaten lauten:

INTERNATIONAL OLYMPIC COMMITTEE, Château de Vidy, 1007 Lausanne, Switzerland

Tel. (+41 21) 621 61 11, Fax (+41 21) 621 62 16

Wenn Ihr einen Link zu dieser Seite setzen wollt, könnt Ihr gerne das folgende Banner verwenden:

Kein Katzensterben für Olympia

Kopiert einfach folgenden Text und fügt ihn auf Eurer Internetseite ein:

<a href=“http://katzencontent.com/2008/03/16/katzen-sterben-fuer-olympia/“><img src=“http://www.23hq.com/23666/2956793_f2a62f1b6be36af07e2944c10bce16ff_large.jpg“ alt=“Kein Katzensterben für Olympia“></img></a>

Petition

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Das Titelbild besteht aus den Bildern „Three Cats“ von mknobil und „Olympia“ von kevindooley, die beide bei Flickr unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellt wurden. Das Bild „Three Cats“ entstand in Peking.

Über den Autor

Kathrin

17 Kommentare

  • Die Größe einer Nation und ihren moralischen Fortschritt kann man danach beurteilen, wie sie ihre Tiere behandelt.

    Mögen sie von ihrer Rattenplage aufgefressen werden bei lebendigem Leib!

    Wer so mit Lebewesen umgeht, verdient noch weit Schlimmeres!

  • Wenn die Chinesen die Straßen getränkt mit dem Blut der Menschen Tibets, von Hunden und Katzen, schön finden, was soll man da noch zu sagen..? Der einzige Grund, weshalb der Westen China nicht längst ignoriert, ist die Qualität des Handelspartner, den wir in China haben…

  • Von einem Land, daß seit ewigen Zeiten die Menschenrechte mit Füssen tritt, erwarte ich auch in Sachen Tierliebe nicht das Geringste ! Alles was man machen kann ist, dieses absolut hinterwäldlerische Land in jedweder Form zu blockieren und zu boykottieren. Ich kaufe schon seit langem keinerlei chinesische (übrigens auch japanische !!!) Produkte mehr und ich werde einen Teufel tun und mir die Olympischen Spiele ansehen ! Man kann nur hoffen, daß die Sportler das genauso sehen und gar nicht erst hinfahren in solch ein unwürdiges Land ! Vielleicht hätte sich das Olympische Kommitee VOR der Wahl des austragenden Landes mal genauer beraten sollen. Ich kann nur sagen: PFUI !

  • Ich hoffe es werden sich noch sehr viele beteiligen. Allerdings glaube ich nicht, dass die Chinesen sich durch den Protest von ihrem Vorhaben abhalten lassen. Aber vielleicht bekommt dieses Thema und/oder der Tierschutz allgemein dadurch wenigstens kurzfristig eine breitere Öffentlichkeit, wodurch viele Menschen weltweit über die alltäglichen Mißhandlungen von Tieren (nicht nur in China) informiert werden und vielleicht sich selbst aktiv(er) für den Tierschutz in der Zukunft einsetzen. Jeder einzelne kann beispielsweise durch tierfreundlicheren "Konsum" einen Teil zu einer tierfreundlicheren Welt beitragen. Es ist gar nicht so schwer.

  • Ich sitze hier am PC und bin so entsetzt und muss weinen,das man in so einem tier feindlichen ,quälerischen Land die Olympiade ausrichtet! Es ist für mich unbegreiflich wie man dort mit Hunden und Katzen umgeht,wie kann man diese Leute stoppen ? Es kann nicht wahr sein ,mir stockt der Atem! Wie kann man das verbieten das man mit Tiere so umgeht,sie sind von Gott wie wir! Warum tut man dagegen nichts? Gibt es keinen Tierschutz dort? Ich muss gestehen ich habe grossen Hass auf diese Menschen und diese Länder sind für mich tabu ,die so grausam mit unseren Tieren umgehen.

  • Was mich traurig macht, ist, dass diese Petition nur von wenigen Menschen unterschrieben wird. Das lässt mich daran zweifeln, ob die Petition überhaupt irgendetwas bewirken wird. Ich würde gerne mehr tun, weiß aber nicht genau, was ich tun kann, um etwas damit zu erreichen. Ich würde mich auch, wenn es denn etwas nützen würde, z. B. in Tübingen (was in meiner Nähe ist) hinstellen und den Menschen etwas über die Katzen- und Hundetötungen in Peking erzählen, damit die Leute überhaupt etwas darüber erfahren. Ich habe den Eindruck, dass immer über Tibet berichtet wird (was ja natürlich auch wichtig ist), aber über das Tiersterben sieht man im Fernsehen z.B. gar nichts. Falls dies Irgendjemand aus der Nähe von Tübingen liest und, wie ich, auch dazu bereit wäre, die Menschen persönlich über die Tiertötungen zu informieren, kann er/sie hier einen Kommentar hinterlassen,  dann  könnten  wir zu Mehreren die Leute dazu ermuntern, die Petition zu unterschreiben. Alleine würde ich dies nur ungern tun.
    Und falls hier jemand noch einen Tipp für mich hat, was ich noch Sinnvolles tun könnte, wäre ich sehr dankbar dafür.

  • Wenn ich sowas lese, bekomme ich die Pickel. Nicht nur, dass China gegen jegliche Arten von Menschenrechten verstößt, nein, jetzt muss ein „sauberes“ China her und Katzen und Hunde müssen sterben, damit sie in einem guten Licht stehen.

    Der beste Weg ist: Sportler unseres Landes …. verzichtet auf Olympia … dann seid Ihr die wirklichen Medaillengewinner der Herzen …. Das ist mein Apell und boykottiert! ….
    Das wäre das gleiche, als wenn wir bei der Fußball WM 2006 alle Alkoholiker, Drogenkranken, Obdachlosen weggesperrt hätte uns sie langsam verhungern ließen … damit die Städte „sauber“ bleiben.
    China …….. SCHÄMT EUCH!
     
     
     
     
     
     
     

  • Nicht schlimm genug, dass das IOC die Veranstaltung friedfertiger Spiele in einem derart menschenverachtenden Land stattfinden lässt, nun müssen auch noch unzählige Katzen und Hunde ihr Leben für „ein sauberes China“ lassen.
    Ich kann nur sagen:
    Pfui, Chinesische Regierung, schämt Euch Eurer menschen- und tierverachtenden Haltung!!!
    IOC, schämt euch, für die Wahl des Veranstaltungsortes, mit dem Ihr dieses verachtenswerte Verhalten der chinesischen Regierung auch noch unterstützt!!
    Schämt Euch, Ihr Sportler, dafür, das Ihr Euch für so üble Machenschaften einspannen lasst, und Euch zu friedfertigem Spiel auf blutgetränktem Terrain vereinen wollt!!
    Ein Verhalten der stillen Duldung kann ich nur verachten, und ich fordere alle Beteiligten hiermit auf, sich konsequent gegen die menschen- und tierverachtende Haltung der chinesischen Regierung zu erheben, und sich klar und deutlich für die ethischen Werte einzusetzen, die unser aller Bestreben sein sollten, seit Menschenrechte zu den Grundsätzen jeder zivilisierten Verfassung gehören.

    Karin Ortland

    P.S.
    zur deutschen IOC-Vertretung:
    http://www.olympic.org/uk/organisation/noc/noc_uk.asp?noc_initials=GER

  • Naja, wie man am Moskauer Beispiel sieht, sollte vielleicht mal jemand die Chinesen darauf hinweisen, dass das keine so unbedingt sinnvolle Maßnahme ist. Und des weiteren, dass sich garantiert kein Besucher beim flüchtigen Anblick eines Straßenhundes gleich in die Hosen macht oder deswegen ein schlechtes Bild von China hat. Überall da, wo die „Westler“ Urlaub machen (Mittelmeer, Karibik, Afrika, Südostasien), gehören solche Tiere zum Straßenbild. Ich finde, das IOC sollte sich dringend mal eine Stellungnahme abringen, denn politisch wäre diese nicht halb so unbequem wie ein weiteres Wort zum Tibet-Konflikt.

  • Nicht schlimm genug, dass das IOC die Veranstaltung friedfertiger Spiele in einem derart menschenverachtenden Land stattfinden lässt, nun müssen auch noch unzählige Katzen und Hunde ihr Leben für “ein sauberes China” lassen.
    Ich kann nur sagen:
    Pfui, Chinesische Regierung, schämt Euch Eurer menschen- und tierverachtenden Haltung!!!
    IOC, schämt euch, für die Wahl des Veranstaltungsortes, mit dem Ihr dieses verachtenswerte Verhalten der chinesischen Regierung auch noch unterstützt!!
    Schämt Euch, Ihr Sportler, dafür, das Ihr Euch für so üble Machenschaften einspannen lasst, und Euch zu friedfertigem Spiel auf blutgetränktem Terrain vereinen wollt!!
    Ein Verhalten der stillen Duldung kann ich nur verachten, und ich fordere alle Beteiligten hiermit auf, sich konsequent gegen die menschen- und tierverachtende Haltung der chinesischen Regierung zu erheben, und sich klar und deutlich für die ethischen Werte einzusetzen, die unser aller Bestreben sein sollten, seit Menschenrechte zu den Grundsätzen jeder zivilisierten Verfassung gehören.

    Hast voll Recht Katrin

  • Als ob es keine anderen Möglichkeiten gäbe, dieses Problem zu lösen…
    Aber nein, man geht ja lieber radikal vor und „haut druff“, anstatt mal seinen Verstand einzusetzen. Können sie bei der ganzen Aktion auch gleich die ganzen Obdachlosen einsammeln und ihnen genau das Gleiche antun wie den armen Tieren – ist doch echt unter aller Sau…

  • In diesem Fall beruhig es mich außerordentlich ,dass jede Grausamkeit den Weg zu jenem zurückfindet, der sie begangen hat.

  • Dieses Thema hat mehr als politische Hintergründe, liebe Schreiber, es hat weltwirtschaftliche! Das IOC (ein maroder Haufen geld- und machtgieriger Schweine) vergibt die Spiele natürlich liebend gerne an Nationen mit gleichen Ambitionen. Die wirklich Leidtragenden sind nicht die Hunde und Katzen von Peking (obwohl jenen mein persönlich erklärtes Mitgefühl gilt), sondern Tausende von Sportlern (ich meine die ungedopten!), die sich 4 und mehr Jahre lang schinden und quälen, um für ihre Nation Medaillen zu erringen, während korrupte mediengeile internationale Sportfunktionäre Millionen kassieren. Olympische Spiele sind zum dreckigsten Geschäft dieses Planeten geworden. Mögen die Ratten von Peking also nicht nur die korrupte chinesische Regierung auffressen, sondern noch ein paar weitere international hochdekorierte Mitglieder des IOC.
    Mein Mitgefühl für alle Katzen, Hunde und Sportler!
    Eine, die weiß, wovon sie spricht!

  • „Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen sollen, allemal, wenn es vonnöten ist. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.“ – Franz von Asissi

  • ich finde es einfach total gemein von denen, dass sie das den Tieren antun!
    Das ist doch total grausam! Ich würd am liebsten dahin fahren und die tiere retten, aber das geht ja leider nicht.
    Dafür sollten sie ins Gefängnis kommen!
    Marieke (13)

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