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Züchter und holländische Behörden stellen Allerca Lifestyle Pets in Frage

Züchter und holländische Behörden stellen Allerca Lifestyle Pets in Frage | Katzencontent
Verfasst von Kathrin

Am 17. Januar wurden vom niederländischen Zoll drei sogenannte Ashera-Katzen (siehe „Ashera – Stubentiger für 22.000 Dollar„) beschlagnahmt. Zur Zeit wird untersucht, ob durch den Import ein internationales Abkommen, dass den Handel mit geschützten Arten und deren Nachkommen untersagt, verletzt wird.

Durch die Beschlagnahmung der Tiere, von denen eins an ein niederländisches Paar geliefert werden sollte, dass Allerca Lifestyle Pets 27.000 Euro für die Ashera gezahlt hatte, hat einigen Staub aufgewirbelt.

Der Züchter Chris Shirk von „Cutting Edge Cats“ will nämlich in zweien der Tiere, die auf Bildern in der holländischen Presse abgebildet waren, seine eigenen F1-Savannah-Katzen (Kreuzungsprodukt aus Serval und Hauskatze) wieder erkannt haben. Dies wird von Cynthia King, einer Züchterin aus Chicago, bestätigt. Shirk hatte drei junge F1-Savannah-Kater an Martin Stucki von der A1 Savannah Cattery in Oklahoma verkauft und ihm diese am 11. Januar per Flugzeug geschickt. Stucki gibt derzeit keine Auskunft dazu, an wen er die Katzen weiter verkauft hat. Einzige Information ist, dass der Käufer ihm gegenüber nicht als Simon Brodie – der Besitzer von Allerca Lifestle Pets – zu erkennen gegeben hätte. Wiederholt hatte Brodie bei verschiedenen Züchtern versucht, auch unter falschem Namen F1-Savannah-Katzen zu kaufen. Brodie selbst ist auf die Vorwürfe bisher nicht eingegangen. Züchter Chris Shirk ist bestürzt über die Vorgänge, die er selbst als arglistige Täuschung bezeichnet. Er wird jetzt DNA-Proben der Eltern seiner Katzen zur Verfügung stellen, um die Tiere durch niederländische Behörden identifizieren zu lassen.

F1-Savannah-Katzen werden in der Regel zu einem Preis von 3.500 – 4.500 Euro gehandelt. Zudem behauptet Lifestyle Pets, bei der Ashera handele es sich um eine „geschützte Zusammenstellung exotischer Blutlinien“ bei deren Zucht ein „einzigartiges genetisches Monitoring“ verwendet wird, um die Zucht zu vereinheitlichen. Sollte es sich bei den in den Niederlanden beschlagnahmten Katzen tatsächlich um F1-Savannahs anderer Züchter handeln, wäre diese Behauptung schlicht falsch.

Allerca und Lifestle Pets waren bereits früher in Kritik geraten, als sie keine Daten bezüglich der angeblich hypoallergenen Allerca-GD-Katze (siehe „Allerca Lifstyle Pets – das Haustier als Modeartikel?„) einem sogenannten „peer-review“ unterzogen haben, bei dem anderen Wissenschaftler die Haltbarkeit einer Facharbeit bewerten.

Auch sonst scheint Simon Brodie einige Probleme mit seinen Geschäften gehabt zu haben. So verbrachte er bereits 2,5 Jahre wegen Betrugs im Gefängnis. 2006 wurde Brodie vom Califonian Department of Corporations der Verkauft von Franchise-Lizenzen für seine Katzen verboten. Zuletzt wurde Allerca die Geschäftstätigkeit in Kalifornien untersagt, da die Firma seit 2004 keine Steuern gezahlt hatte.

(Quelle: SignOnSanDiego)

Das Bild „Savannah“ wurde bei Wikipedia als Public Domain zur Verfügung gestellt.

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Kathrin

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