Pflege Verhalten

Wenn Katzen alt werden

Wenn Katzen alt werden | Katzencontent
Verfasst von Kathrin

Mit dem Alter kommen die Zipperlein. Das ist nicht nur bei uns Menschen so, sondern auch bei unseren Haustieren. Auch wenn Katzen bis zu 20 Jahre alt werden können (auch von über dreißigjährigen Katzen wurde schon berichtet), beginnt der Alterungsprozeß für unsere Samtpfoten schon mit ca. 8 Jahren, wobei es natürlich sehr individuelle Unterschiede gibt.

Bei unseren Katzen können wir während des Alterns ähnliche Veränderungen festellen wie bei uns Menschen. Das Hör- und Sehvermögen werden langsam schlechter, wobei Katzen dies noch lange Zeit sehr gut kompensieren können. Selbst mit völliger Taubheit oder Blindheit können Katzen gut umgehen, so lange sie in einer ihnen bekannten Umgebung sind und nicht den Gefahren des Straßenverkehrs ausgesetzt werden.

Allgemein benötigen ältere Katzen aber auch eine andere Ernährung als Jungtiere, da sie (ebenso wie wir Menschen) mit zunehmendem Alter weniger Kalorien benötigen. Es gibt speziell abgestimmte Futtersorten für ältere Katzen, die den besonderen Anforderung in diesem Lebensabschnitt gerecht werden. In einer gemischten Katzengruppe ist es aber durchaus möglich, auch die Oldies mit „normalem“ Futter zu füttern – man sollte nur aufpassen, dass sie nicht zu dick werden! Aber auch das kann individuell sehr unterschiedlich sein. Es gibt Katzen, die im Alter sehr schlank werden und bei denen man eher darauf achten muss, dass sie etwas zunehmen. Das kann daran liegen, dass der Geruchssinn nachläßt, was sich darin äußern kann, dass Katzen weniger Appetit zeigen. Bei besonders schlanken Tieren kann man nachhelfen, indem man zu stärker riechenden Futter greift oder ein wenig Dosenfutter oder Leckerlis unter das Trockenfutter mischt.

Hinzu kommt, dass die Zähne älteren Katzen zunehmend Probleme bereiten können – gerade wenn man in jungen Jahren die Zahnhygiene vernachlässigt hat. Plaquebildung und Zahnfleischentzündungen kommen bei älteren Katzen häufiger vor und nicht selten müssen Zähne gezogen werden oder fallen aus. Grundsätzlich stellt dies für eine Katze, die in menschlicher Obhut lebt und gefüttert wird, kein großes Problem dar. Selbst Trockenfutter können zahnlose Katzen ohne Probleme fressen, indem sie es einfach unzerkaut schlucken. Im Gegensatz zu unserem menschlichen Magen verträgt ein Katzenmagen aufgrund des hohen Säuregehaltes auch größere Nahrungsbrocken.

Das Immunsystem älterer Katzen arbeitet nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Daher müssen gerade ältere Tiere vor Zugluft und Kälte geschützt werden. Ingesamt reagieren ältere Katzen empfindlicher auf Kälte, aber auch auf drückende Hitze im Sommer. Ein warmes Winterplätzchen und ein kühler Ruheort im Sommer sollten immer zur Verfüung stehen.

Einige Katzen verlieren im Alter die Fähigkeit, ihre Krallen vollständig einzuziehen. Wenn sie dann an Teppichen oder Stoffen hängen bleiben, sollte man vorsichtig die Spitzen der Krallen kappen, um Verletzungen zu vermeiden. Manche alte Katze ist nicht mehr in der Lage, ihr Fell ausreichend zu pflegen, da selbst bei unserem felxiblen Hausgenossen die Beweglichkiet im Alter nachläßt. Hier sollte man als Mensch unterstützen und öfter mal zur Bürste oder auch zum feuchten Lappen greifen. Mit zunehmendem Alter wird das Fell der Katze dünner und wächst teilweise bei langhaarigen Rassen nicht mehr so lang wie in frühen Jahren. Manche sehr alte Katze sieht regelrecht gerupft aus.

Ältere Katzen spielen weniger und sind manchmal regelrecht „genervt“, wenn die jüngeren ihre wilden fünf Minuten haben. Häufig entsteht der Eindruck, als die Katze lieber alleine wäre oder zumindest keine Jungtiere in ihrer Nähe wünscht. Aber gerade ältere Tiere können von der Aktivierung durch jüngere profitieren. Solange immer eine Rückzugsmöglichkeit besteht und der Oldie seine Ruhe finden kann, wenn die Glieder lahm werden oder die Knochen schmerzen, ist gegen eine bunte Mischung an Altersgruppen nichts einzuwenden.

Auf Veränderungen im Tagesablauf reagiert das Gewohnheitstier Katze mit zunehmendem Alter immer empfindlicher. Daher sollte man besonders darauf achten, Futterzeiten einzuhalten und Rituale wie zum Beispiel die abendliche Streicheleinheit vor dem Schlafengehen nicht zu kurz kommen zu lassen.

Besondere Aufmerksamkeit muss man dem Gesundheitszustand der Katze schenken und sollte regelmäßig eine allgemeine Kontrolle beim Tierarzt durchführen lassen. Neben den oben bereits erwähnten Zahnproblemen neigen ältere Katzen zu Chronischer Niereninsuffizienz (häufigste Todesursache bei Wohnungskatzen), Bildung von Tumoren, Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion und Herzerkrankungen.

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Kathrin

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