Pflege

Welche Katzenstreu ist die richtige?

Welche Katzenstreu ist die richtige? | Katzencontent
Verfasst von Kathrin

Katzeklo, Katzeklo, ja das macht die Katze froh – so tönt es bei Helge Schneider. Aber damit das Katzeklo die Katze auch froh mach, muss die richtige Einstreu hinein. Aber welche ist die richtige? Der Markt ist inzwischen überfüllt mit verschiedensten Angeboten und kaum noch einer blickt durch. Worin unterscheiden sich die verschiedenen Markten und Arten? Und welche Streu ist für wann am geeignetsten?

Klumpend oder nicht klumpend?

Eine der auffälligsten Unterscheidungen der verschiedenen Streusorten ist, ob sie Klumpen bilden, wenn sie mit Flüssgikeiten in Kontakt kommen, oder ob sie die Flüssigkeit einschließen, ohne Klumpen zu bilden. Bei einer nicht klumpenden Katzenstreu werden täglich Kotstücke entfernt und die gesamt Streu gewechselt, wenn sie entsprechend mit Urin vollgesogen ist. Eine Sonderform nicht klumpenbildender Streu stellt die sogenannte Silikatstreu ein, auf die ich weiter unten noch einmal eingehe. Klumpendbildende Streu formt – wie der Name schon sagt – in Verbindung mit Flüssgkeiten mehr oder weniger feste Klumpen. Katzenurin wird so gebunden und kann mit der täglichen Reinigung aus dem Katzenklo entfernt werden. Die dabei entnomme Streumenge wird jeweils wieder nachgefüllt. Ein vollständiger Ausstausch der Streu ist anders als bei der nicht klumpenden Streu nur in ganz seltenen Fällen notwendig.

Die meisten Katzenbesiter greifen heute zu klumpenbildenden Streusorten, da man sie gleichmäßig sauberhalten kann. Es gibt aber Situationen, in denen man auf gar keinen Fall klumpende Streu verwenden sollte: Wenn man nämlich Kitten im Haus hat. Katzenkinder, die gerade erst lernen, die Toilette zu benutzen, neigen noch dazu, relativ viel Einstreu von den Pfoten aufzulecken. Diese kann sich im Magen-Darm-Trakt sammeln und verkleben. Es kann zu schweren Verstopfungen bis hin zum Darmverschluß kommen, da die Streukugeln nicht mehr von alleine abgehen können. Eine Operation ist dann nicht mehr zu umgehen. Daher sollte man bei jungen Katzenbabies zunächst nicht klumpende Einstreu wählen, die nicht verkleben kann. Eine andere Alternaitve zur klassichen Betonitklumpstreu ist klumpende Holzeinstreu, da diese in einem feuchten Milieu weiter zu hamrlosem Holzbrei zerfällt.

Betonit, Holz oder Silikat?

In nicht-klumpenden Streus finden Quarzsand und Kalk Verwendung. Die klassische klumpendbildende Katzenstreu wird aus Bentonit, einem Gemisch verschiedener Tonmineralien, hergestellt. Darüber hinaus gibt es auch klumpendbildende Katzenstreu auf Holz- und Pflanzenfaserbasis.

Ob man sich für eine nicht-klumpende Streu aus Quarzsand und Kalk oder eine klumpende Bentonitstreu entscheided, ist weitesgehend Geschmackssache. Wenn man nicht gerade einen Wurf Katzenbabies an den Toiltettengebrauch gewöhnt (siehe oben), werden die meisten Besitzer und Katzen eine Klumpstreu vorziehen, da hier jeden Tag gleichmäßig gereinigt werden kann.

Holzeinstreu eignet sich besonders für Katzen, die auf bestimmte Mineralien allergisch regagieren. Sie hat darüber hinaus den Vorteil, wesentlich leichter zu sein als Betonitstreu und auch besser auf dem heimischen Komposthaufen kompostierar zu sein. Nachteile sind, dass die leichten Holzpellets stärker in der Wohnung verstreut zu werden scheinen als andere Streukügelchen. Außerdem gibt es einige Katzen, die aus unerfindlichen Gründen Holzstreu kategroisch ablehnen. Vielleicht liegt es am Geruch. Die Klumpeigenschaften von Holzeinstreu sind mit denen von Bentonit-Klmupstreu durchaus vergleichbar.

Eine weitere Alternative bieten sogenannte Silikateinstreus, die aus einem stark saugendem Granulat auf Silikatbasis bestehen. Diese Streus versprechen höchste Flüssgikeits- und Geruchsbindung und müssen wie andere nicht-klumpende Streus in regelmäßigen Abständen komplett ausgetauscht werden. 5 Liter Eintreu sollen bei einer Katze für 25 – 35 Tage halten. Aufgrund der besonderen Granulatstruktur der Streu wird diese nicht von allen Kazten aktzeptiert. Die runden Kugeln knirschen unter den Pfoten und fühlen sich völlig anders an als gewöhnliche Katzenstreu. Außerdem kleben die Granulatkugeln beim Putzen an der Katzenzuneg fest, was von vielen Tieren als sehr lästig empfunden wird.

Grob oder fein? Weiß, beige oder grau? Babypuderduft?

Die Entscheidung, ob man eher eine feine oder grobe Streu wählt, sollte man von seinem eigenen Geschmack und dem seiner Katze abhängig machen. Feiner Streu führt in der Regel zu kleineren, festeren Klümpchen. Ebenso ist auch die Farbe der Streu Geschmackssache. Häufig als besonderes Alleinstellungsmerkmal angepriesener Babypuderduft bei Katzenstreus ist meist so dezent, dass man ihn nach kurzer Zeit schon gar nicht mehr wahrnimmt.

Das Bild „I need a home“ wurde von highclassjackass beiFlickr unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellt.

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Kathrin

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