Ernährung

Schmeckt so gut wie hausgemacht…

Schmeckt so gut wie hausgemacht... | Katzencontent
Verfasst von Kathrin

Nachdem meine Herrschaften sich über Wochen mit Durchfällen gequält hatten und ich inzwischen wohl jedes erdenklich Futter ausprobiert hatte, war ich bei einem äußerst teuren Dosenfutter gelandet, das sich damit preist, quasi wie selbstgemacht zu sein (Ich mische zum Premiumtrockenfutter immer etwas Weichfutter zur Apptitanregung dazu).

Ein Blick auf die Inhalte zweigte, es es sich eigentlich um nichts anderes als verkochtes Hühnerbrustfleisch handelte – garniert mit einigen Leckerbissen, die je nach Dosensorte von Garnelen übder Schinken bis hin zu Muscheln variierten. Interessanterweise fehlten Informationen über Zusatzstoffe. Das hat mich zunächst stutzig gemacht, denn ich weiß, dass es zahlreiche Stoffe gibt, die für Katzen lebensnotwendig sind, die aber nicht in ausreichendem Maß in Hühnerbrust enthalten sind.

Daher an dieser Stelle gleich der Hinweis: Möchte man Katzen ausschließlich durch selbgekochtes Futter ernähren, muss man sich sehr genau darüber informieren, welche Zusätze (Taurin, Knochenmehl etc.) in welchen Mengen dem Futter beigemischt werden müssen, da es sonst zu gefährlichen Mangelerscheinungen kommen kann.

Aber meine Katzen erhielten ihr Dosenfutter ja nicht als Alleinfuttermittel, sondern ernährten sich vorwiegend von Trockenfutter. Daher dachte ich nach erneutem Blick auf die Inhaltsangaben der Premiumfutterdose : „Hähnchen verkochen kann ich auch.“. Die notwendigen Recherchen im Intneret und in einigen Katzenbüchern waren schnell gemacht und ein Grundrezept leicht gefunden. Das sieht folgendermaßen aus:

Man nehme ein kräftiges Hähnchen oder sehr fleischiges Suppenhuhn, zerlege es gob, packe es in einen Topf, bedecke es gerade so mit Wasser und koche es so lange, bis sich der Fleisch leicht von den Knochen lösen läßt. Die Stücke aus dem Topf nehmen und das Fleisch in kleine Stücke schneiden. Die Stücke zusammen mit einer Tasse Reis wieder in die Flüssgikeit geben. Jetzt kommt noch etwas Gemüse hinzu. Geeignet sind zum Beispiel Karotten, Kartoffeln, Erbsen oder Mais. Außerdem sollte man noch eine Portion Innereien (zum Beispiel Geflügelleber, Gefügelherzen, kein Schwein!) oder Fisch (kein Süßwasserfisch) hinzugeben. Alles gut durchkochen und mit einem Kartoffelstampfer bearbeiten, bis es leicht sämig wird. Selbstverständlich kann das Futter je nach Bedarf durch weitere Zusätze wie zum Beispiel Leinöl, Knochenmehl, Seealgenmehl, Bierhefe, Vitaminen oder sonstigen Ergänzungsmitteln verfeinert werden.

Das so zubereitete Futter eignet sich nicht als Alleinfutter, sondern lediglich als Ergänzung zu einem Premiumtrockenfutter Um ein Alleinfutter herzustellen, müssen noch Zusätze wie Vitamine, Spurenelemente, Salze und Taurin sehr genau dosiert zugegeben werden. Mehr hierzu findet man zum Beispiel bei Savannahcats.

Das Bild „Only cats that finish their dinner may have dessert“ wurde von Amazing Podgirl auf Flickr unter Creative Commons Lizenz zur Verfügung gestellt.

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Kathrin

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