Gesundheit

Die Katzenkratzkrankheit – wenn aus einem Kratzer mehr wird

Die Katzenkratzkrankheit - wenn aus einem Kratzer mehr wird | Katzencontent
Verfasst von Kathrin

Bei der Katzenkratzkrankheit oder Batonellose handelt es sich um eine meist ungefährlich verlaufende Infektionskrankheit beim Menschen, die sich meist als eine subakute, gutartige, regionale Lymphknotenschwellung äußert. Verursacht wird die Infektion durch die Stäbchenbakterien Bartonella henselae und quintanta, die durch Katzenkratzer oder – bisse übertragen werden können. Der Erreger kann dann von der Katze (dem Wirt, der keine Sypmtome zeigt) in die Blutbahn des Menschen gelangen.

Nach drei bis zehn Tagen Inkubationsszeit kommt es zunächst zu einer lokalen Entzündung an der Verletzungstelle. Nach ca. zwei Wochen betrifft die Krankheit dann die in der Nähe liegenden Lymphknoten, und es kann zu schmerzhaften entzündlichen Lympfknotenschwellungen kommen. Die betroffene Stelle ist warm und zum Teil entstehen rötliche verfärbte Dellen oder Knoten. Teilweise entstehen hierbei Eiterherde, die aufbrechen können. In – 15 % der Fälle verläuft die Katzenkratzkrankheit atypisch und es kann zu einer generalisierten Lymphknotenschwellung, Leber- und Milzvergrößerung oder neurologischen Komplikationen kommen. Allgemeinsymptome sind Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber. Relativ häufig treten Hautausschläge auf. Die Katzenkratzkrankheit heilt meist innerhalb von zwei bis drei Wochen, eine Lymphknotenvereiterung innerhalb von ein bis zwei Monaten aus.

Man geht davon aus, dass in Deutschland ca. 13 % der Hauskatzen und 70% der streunenden Katzen mit dem Erreger Bartonella henselae infiziert sind. Es liegen keine Zahlen dazu vor, wie viele Menschn in Deutschland jährlich an der Katzenkratzkrankheit erkranken. In den USA wird von 22.000 ambulanten und 2000 stationär behandelten Fällen an KKK ausgegangen.

Die Katzenkratzkrankheit muss meist nicht antibiotische behandelt werden. Im Chirugie-Portal findet man folgenden Hinweis zu Therapie:

Kontrollierte klinische Studien zur Wirksamkeit verschiedener Antibiotika fehlen noch. Nur für Azithromycin ließ sich nachweisen, dass der Krankheitsverlauf in den ersten 4 Wochen positiv beeinflusst werden kann. Bei schwereren Verläufen einer KKK ist derzeit noch die empirische Therapie mit Erythromycin, Trimethoprim-Sulfamethoxazol, Ciprofloxacin (mit oder ohne Gentamycin), Rifampicin oder Doxyzyklin (in Kombination mit Gentamycin oder Rifampicin) empfohlen.

Das Bild „I knead you“ wurde von kevindooley bei Flickr unter Creative Commons Licence zur Verfügung gestellt.

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Kathrin

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